Brücken in Hamburg

Die Bilder stammen überwiegend von Erich Hermes, Deutsch Evern

Von der Alster bis zu Hafen

Lombardsbrücke, 1865-1868

Die Lombardsbrücke hat 3 Korbbogen aus Ziegelmauerwerk, das mit Granitquadern verkleidet wurde. Sie hat Straßen- und Eisenbahnverkehr und war ursprünglich 32 m breit. 1901/02 wurde sie für den viergleisigen Ausbau um 16 m verbreitert.

Länge 69 m, Weiten 3 x 17 m, Breite 48 m.

Kennedybrücke, 1952-1953

Die Brücke wurde neben der Lombardsbrücke, die dem Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen war, als neue Lombardsbrücke errichtet und später in Kennedy-Brücke umbenannt.

Sie ist eine Rahmenbrücke aus Spannbeton über 3 Felder.

Länge 126 m, Weiten 7,5 - 57,9 - 7,5 m, Breite 27 m.

Reesendammbrücke, 1844

Die Brücke zwischen Binnenalster und kleiner Alster hat 5 flache Segmentbogen aus Ziegelsteinen.

Länge 47 m, Weite 7,9 m.

Adolphsbrücke, 1845

Die Brücke über das Alsterfleet hat drei Segmentbögen.

Über den Pfeilern hat sie beidseitig halbrunde Kanzeln.

Länge 36 m, Weite 11,4 m.

Heiligengeistbrücke, 1883-1885

Die Brücke hat drei Segmentbogen aus Ziegelsteinen.

Wertvoll sind die Geländer aus Granit mit den eingelassenen Schmiedearbeiten sowie die schönen Kandelaber.

Länge 51 m, Weiten 7,5 - 17,5 - 7,5 m, Breite 16,3 m.

Otto-Sill-Brücke

Die Otto-Sill-Brücke ist die letzte Brücke über das Alsterfleet.

Sie hat Vollwandträger aus Stahl über 2 Felder.

Trostbrücke, 1886-1887

An dieser Stelle bestand seit 1266 eine Brücke zwischen der damaligen Alt- und Neustadt. Die heutige Brücke ersetzte eine hölzerne Behelfsbrücke, die anstelle der beim großen Brand beschädigten Bogenbrücke errichtet wurde.

Die Brücke hat einen flach gespannten Segmentbogen.

In der Brückenmitte stehen auf beiden Seiten Statuen des heiligen Ansgar und des Schauenburger Grafen Adolf III. zur Erinnerung an die Begründer der Alt- und Neustadt.

Länge 21 m, Weite 14,1 m, Breite 12 m, Höhe 4,7 m.

Zollenbrücke, 1633

Hamburgs älteste Brücke führte über das Gröningerstraßenfleet, das nach dem Krieg gleich nach der Brücke verfüllt wurde.

Die Brücke hat 3 unterschiedliche Bogen aus Sandstein. Die Pfeiler haben beidseitig spitze Vorbauten.

Länge 25 m, Weiten 5,34 - 6,45 - 3,59 m, Breite 7 m.

Ellerntorbrücke, 1852

Die Brücke über das Herrengrabenfleet hat drei Bogen aus Ziegelmauerwerk.

Die unter Denkmalschutz stehende Brücke dient seit 1973 nur noch den Fußgängern. Die angebrachten Konsolen mit den großen Gas- und Wasserleitungen wurden glücklicherweise wieder entfernt.

Länge 36 m, Weiten 3 x 8,6 m, Höhe 6,7 m, Breite 12,7 m.

Holzbrücke, 1847

Entgegen ihrem Namen hat die Brücke über das Nikolaifleet 3 Segmentbogen aus Ziegelsteinen, die mit Granit verkleidet wurden.

Länge: 48 m, Weiten 12,6 - 13,7 - 12,6 m, Breite 11,5 m, Höhe 4,7 m.


Brücken der Speicherstadt

Niederbaumbrücken, 1957 und 1978

An der Kehrwiederspitze führen die beiden Niederbaumbrücken über den Binnenhafen.

Sie haben Stahlbogen mit abgehängter Fahrbahntafel.

Die westliche Brücke aus dem Jahr 1978 ersetzte die bestehende Brücke aus dem Jahr 1912. Die östliche Brücke wurde 1957 erbaut.

Kehrwiedersteg

Der Kehrwiedersteg ist über dem Zollkanal als Schrägseilbrücke und über das Kehrwiederfleet als Bogenbrücke ausgebildet.

Der Steg führt um die Ecke eines Gebäudes herum und hat mehrere Abgänge.

Brooksbrücke, 1888

Die Brooksbrücke war die wichtigste Brücke über den Zollkanal zur neuen Speicherstadt im Freihafengebiet und war daher mit eindrucksvollen Torbauten zur Zollkontrolle ausgestattet.

Sie hat einen schmiedeeisernen Fachwerkbogen mit einer abgehängten Fahrbahntafel.

Die im Krieg zerstörten Skulpturen der Hammonia und Germania wurden 2003 durch die Bronzestatuen der Hammonia und der Europa ersetzt. 2006 kamen auf der Südseite die Statuen von St. Ansgar und Barbarossa (Friedrich I.) dazu.

Länge: 50 m, Weite 42 m.

Kibbelstegbrücken

Zum Brückenzug der Kibbelstegbrücken gehört eine große Bogenbrücke über den Zollkanal und zwei kleinere Bogenbrücken über das Brookfleet und den Sandtorkai.

Die Brücken sind über dem Wasser als Doppelstockbrücken ausgebildet mit einer schmaleren unteren Gehbahn und einer breiteren oberen Gehbahn, die auch von Notfallfahrzeugen benutzt werden kann.

Jungfernbrücke, 1888

Die Jungfernbrücke hat einen flach gespannten Fachwerkbogen, der von der Fahrbahntafel geschnitten wird.

Länge 41 m, Weite 40,1 m

Kornhausbrücke, 1899

Die Brücke hat einen sichelförmigen Fachwerkträger, der auf 4 an den Brückenenden befindlichen Steinpfeilern aufliegt. Die Fahrbahntafel ist abgehängt.

Auf der Nordseite stehen zwei Standbilder (von 1903) der Seefahrer Kolumbus und Vasco da Gama. Die Figuren von Cook und Magellan auf der Südseite sind nicht mehr erhalten.

Länge 50 m, Weite 45 m

Brücken im Hafengebiet

Überseebrücke

Als Überseebrücke wird die gesamte Pontonanlage samt der Zugangsbrücke bezeichnet.

Die Zugangsbrücke besteht aus einem festen Teil über 3 Felder und einem in der Höhe beweglichen Teil, um Ebbe und Flut ausgleichen zu können.


Rethebrücke, 1934

Auf dem Fachwerkträger des Hubteils verläuft die Straße und ein Eisenbahngleis.

Das Hubteil läßt sich um 35,25 m anheben.

Weite 73 m.

Kattwybrücke, 1971-1973

Die Kattwyk-Brücke dient ebenfalls sowohl dem Eisenbahn- als auch dem Straßenverkehr. Die Fahrbahntafel kann über die beiden 70 m hohen Portaltürme um 46 m angehoben werden. Dies ist die größte Hubhöhe der Welt

Länge 290 m, Weite 106,1 m, Höhe 54 m.

Köhlbrandbrücke

Die längste Schrägseilbrücke Deutschlands verbindet den östlichen Hafenteil mit dem Autobahn-Elbtunnel.

Ihre Pylone sind 135 m hoch.

Länge 3940 m, Weiten der Hauptöffnungen 97,5 - 325,0 - 97.5 m, Höhe 54 m.


Diese Brücke darf natürlich auch im Miniatur-Wunderland nicht fehlen.

Hochbahnbrücke A 199

Die Brücke ist eine der über 430 Brücken und Viadukte der Hamburger Hochbahn.

Sie ist eine Deckbrücke mit insgesamt 11 Öffnungen zwischen 20 m und 26 m Weite.

Länge 240 m, Weite 26 m, Breite 6,8 m.