Straßenbrücken in der Schweiz

Pont de Lorette, St. Ursanne, 1994

Die Brücke quert den Doubs ca. 1 km oberhalb von St. Ursanne. Sie hat zwei abgespannte Felder und ein Randfeld auf der rechten Seite. Die Abspannung erfolgt in zwei Seilebenen von den beiden Mastpylonen, die auf einem gemeinsamen V-Pfeiler stehen.

Länge 103 m, Weiten 34,9 - 55,5 - 11,9 m, Breite 13 m.

Nepomukbrücke, St. Ursanne, 1728-1729

Die vierbogige Brücke ersetzte die alte Holzbrücke aus 1670, die durch ein Hochwasser zerstört wurde. Die starken Pfeiler mit ihren kräftigen oberseitigen Vorbauten haben bis heute allen Naturkräften getrotzt; die Brücke ist seit ihrem Bau noch nie grundlegend erneuert worden.

Auf dem mittleren Brückenpfeiler steht auf Oberstrom eine Kopie der 1731 aufgestellten Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Zur Stadtseite hin befindet sich ein Brückentor.

Doubsbrücke Soubey

Die Doubsbrücke hat einen Halbparabelträger.

Doubsbrücke Goumois

Die Grenzbrücke zu Frankreich hat Vollwandträger über fünf Felder.

Russeintobelbrücke bei Somvitg, 1937-1938

Über das Russeintobel, einer Seitenschlucht zum Vorderrheintal, führen 3 Brücken.

Zwischen der alten Holzbrücke und dem Eisenbahnviadukt wurde für die Straße eine Bogenbrücke aus Eisenbeton errichtet.

Länge 86 m, Höhe 56 m.

Versamertobelbrücke

Über das Versamer Tobel, den die Rabiusa kurz vor ihrer Mündung in den Vorderrhein geschaffen hat, führt ein Dreigelenkbogen aus Stahl.

Länge 75 m, Weite 60 m, Höhe 70 m, Breite 4,5 m

Rheinbrücke Reichenau

Die alte 1-spurige Gitterbrücke in Reichenau ist die erste Brücke über den Alpenrhein. Sie steht unmittelbar nach dem Zusammenfluss von Vorderrhein und Hinterrhein.

Rheinbrücke Reichenau-Tamins, 1962

Die Brücke von Christian Menn kommt mit einen schmalen Betonbogen aus, da die Fahrbahntafel durch einen mittig unterhalb der Fahrbahn angebrachten Hohlkasten ein eigenständiges Tragwerk bildet.

Länge 148 m, Weite 100 m, Breite 8 m.

Hinterrheinbrücke

Die Straße zum San Bernardino führt auf einer Steinbrücke mit 3 Segmentbögen über den Hinterrhein.

Rheinbrücke Hemishofen, 1979-1980

Die Brücke hat einen durchlaufenden Betonbalken über 5 Felder.

Länge 345 m, Weite 75 m.

Aarebrücke Koblenz - Felsenau, 1935-1937

Die letzte Brücke über die Aare hat zwei Fachwerkbögen mit abgehängter Fahrbahntafel.

Länge 180 m, Weite 2 x 87,5 m, Breite 8,5 m.

Aarebrücke Arch

Die Brücke quert die Aare in einer leichten Kurve.

Die Fahrbahntafel besteht aus einer schlanken vorgespannten Betonplatte, die im Abstand von 6 m auf Stahlquerträgern aufliegt. Sie wird von einem Nielsentragwerk mit nach innen geneigten Bogenrippen aus Stahl und einer diagonalen Abhängung getragen.

Länge 160 m, Weite 106 m.

Aarebrücke Büren, 1991

Die 9. Holzbrücke ersetzte die 1989 durch Brandstiftung zerstörte Brücke aus dem Jahr 1822. Sie wurde im alten Erscheinungsbild, jedoch mit einer Betonfahrbahn und einem Fachwerk aus Brettschichtholz wiedererrichtet.

Die hölzernen Jochpfeiler liegen auf Betonpfeilern auf. Länge 108 m, Weite 35 m.

Thurbrücke Ellikon

Die letzte Brücke über die Thur vor ihrer Mündung in den Rhein hat einen eckig gevoutete Plattenbalken über 5 Felder.

Neue Thurbrücke Andelfingen, 1998-2000

Die neben der Autobahnbrücke errichtete Brücke für den Ortsverkehr hat eine Stahlverbundkonstruktion mit einem zirka 3,5 m hohen und 3,6 m breiten Stahlbalken und einer 10,25 m breiten Fahrbahnplatte aus Ortbeton.

Die betonierten Pfeiler haben Höhen zwischen 12,4 und 35,5 m.

Länge 337 m, Weite 88 m, Höhe 38 m, Breite 10,3 m.

Alte Thurbrücke Andelfingen, 1814-1815

Die heutige Brücke ersetzte die 1799 im Krieg zwischen Franzosen und Österreichern/Russen zerstörte Brücke und den danach erbauten Notsteg. Sie wurde immer wieder verstärkt und ausgebaut.

1977 wurde dem einspurigen Bauwerk auf Oberstrom ein Fussgängersteg angefügt. Im Gegensatz zur Hängewerkkonstruktion der bestehenden Brücke hat der Fußgängerweg Dreigelenkbogen.

Länge 73 m.

Krummbachbrücke, 1978

Die Brücke in der Nähe des Simplon-Passes hat zierliche Bogenrippen mit einer aufgeständerten Fahrbahntafel.

Länge 621 m, Weite 124 m.

Fürstenlandbrücke St. Gallen-Bruggen, 1937-1941

Die Brücke über die Sitter hat 2 Bogenrippen mit einer aufgeständerten und im Bogenscheitel aufliegenden Fahrbahntafel.

Länge 400 m, Weite 134 m, Höhe 160 m.

Kräzernbrücke St. Gallen-Bruggen, 1808-1811

Die Brücke ersetzte die 1787-1788 von Fürstabt Beda erbaute Brücke. Das Zollhaus am östlichen Brückenende blieb erhalten.

Die Kräzernbrücke hat zwei große Bogen von 26,4 m Spannweite.

Länge 148 m, Weite 2 x 26,4 m, Höhe 25 m.

Ganterbrücke bei Brig, 1977-1980

Die Schrägseilbrücke der Simplon-Straße überquert das tiefe Tal in einer S-Kurve. Um die Seitenöffnungen bereits in Kurven führen zu können, wurden die Seile in entsprechend gekrümmte Betonscheiben eingelassen.

Länge 678 m, Weite 174 m, Höhe 150 m, Breite 10 m.

Sunnibergbrücke bei Klosters, 1996-1999

Die vier eigenwillig geformten Pylone der gekurvten Schrägseilbrücke ragen nur 14 16 m über die Fahrbahn hinaus.

Länge 526 m, Weiten 59 - 128 -140 - 134 - 65 m, Höhe 62 m, Breite 12,3 m.

Reussbrücke Silenen

Die Reussbrücke in Silenen führt mit 5 Feldern über die Reuss und die Autobahn.

Hängebrücke Amsteg

In Amsteg führt eine kleine Hängebrücke über die Reuss.

Sie ist nur über der Hauptöffnung von den Kettenstangen abgehängt.

Länge 73 m, Weite 60 m

Wilerbrücke, Gurtnellen-Wiler

Die Reussbrücke in Gurtnellen-Wiler hat einen einzelnen Segmentbogen.

Wattinger Reussbrücke

Bei Wattingen quert die Kantonsstraße die Reuss mit einer Balkenbrücke.

Die anderen Reussbrücken im Straßenverlauf zwischen Amsteg und Göschenen haben einen einzelnen Bogen, in Amsteg 2 Bogen.

Göschener Reussbrücke, Göschenen

Die Brücke über die Göschener Reuss hat einen hoch angesetzten Halbkreisbogen.

Teufelsbrücken in der Schöllenenschlucht

In der Schöllenenschlucht führen die alte und die neue Teufelsbrücke über die Reuss.

Die alte Brücke stammt aus dem Jahr 1830 und hat einen 10 m weiten Bogen.

Die neue Brücke wurde 1955-1956 errichtet.

Tremolabachbrücke Airolo

Die neue Trasse der Südrampe des Gotthardpasses erforderte oberhalb von Airolo eine gekurvte Bogenbrücke über den Tremolabach.

Die Fahrbahntafel ist mit dem Bogenscheitel monolithisch verbunden.

Hangbrücke Airolo

Kurz nach der Bogenbrücke folgt talwärts eine Hangbrücke.

Sie hat einen Hohlkasten aus Spannbeton über 7 Felder.

Ticinotalbrücke Airolo

Am Ende des Abstiegs quert die Passstraße das Ticinotal auf einer S-förmigen Balkenbrücke.

Länge rd. 400 m

Ticinobrücke Giornico, 1920

Die Straßenbrücke in Giornico hat zwei weite Bogen. Über dem Mittelpfeiler und den benachbarten Zwickeln wurden Sparbogen eingefügt.

Länge 84 m

Isornobrücke Intragna

Sowohl die Bahn als auch die Straße queren bei Intragna das Tal mit beachtlichen Brücken.

Die Straßenbrücke ist eine Rahmenbrücke aus Spannbeton mit schrägen Stielen.

Länge 128 m