Eisenbahnbrücken in der Schweiz

Schmalspurbahnen


I. Brücken der Rhätischen Bahn

Die Rhätische Bahn hat ein Streckennetz von 375 km mit 116 Tunnels und Galerien und über 485 Brücken.

Hinterrheinbrücke Reichenau, 1894-1896

Die Eisenbahnbrücke bei Reichenau ist die letzte Brücke über den Hinterrhein.

Die eingleisige Brücke hat einen durchlaufenden parallelgurtigen Fachwerkträger über 3 Felder sowie einen Betonbalken über die hier nur 2-spurige Autobahn. Das Geleis verläuft auf dem Obergurt.

Länge 151 m.

Hinterrheinbrücke Thusis, 1993

In Thusis wurde die alte Fachwerkbrücke aus dem Jahr 1901 durch eine zweigleisige Betonbogenbrücke ersetzt.

Weite 90 m.

Solis Viadukt, 1901-1903

Der eingleisige Soliser Viadukt über die Albula-Schlucht ist die höchste Brücke der Rhätischen Bahn.

Die Hauptöffnung hat einen Halbkreisbogen von 42 m Weite. Seitlich schließen sich 3 bzw. 8 Öffnungen von 8 m bis 10 m Weite an.

Länge 164 m, Weite 90 m, Höhe 87 m.

Landwasser Viadukt bei Filisur, 1901-1903

Der berümte gemauerte Viadukt führt die Bahn auf sechs Bögen von je 20 m Weite über die Landwasser-Schlucht und endet an einer senkrechten Felswand, die durch einen Tunnel durchstoßen wird. Der Bogenradius der eingleisigen Trasse beträgt lediglich 100 m.

Länge 142 m, Weite 20 m, Höhe 65 m.

Albula I Viadukt, 1904

Im Bereich der "Alpen-Achterbahn" oberhalb von Bergün quert die Bahn gleich viermal das Albulatal. Der Albula I-Viadukt ist der kleinste Viadukt. Er führt die Bahn auf 4 Bögen über die Albula in den Rugnux-Kehrtunnel.

Länge 59 m, Weiten 3 x 12 - 5 m, Höhe 11 m.

Rugnux-Lehnenviadukt, 1904

Nach Durchlaufen des Rugnux-Kehrtunnels erscheint der Zug 25 m höher auf dem Rugnux-Lehnenviadukt.

Albula II Viadukt 1904

Der Viadukt hat 5 Bögen

Länge 95 m, Weiten 8 - 3 x 20 - 8 m, Höhe 29 m.

Langwieser Viadukt, 1901-1903

Der Langwieser Viadukt der Linie Chur-Arosa ist ein Meilenstein des Brückenbaus. Er war die erste Großbrücke aus Eisenbeton.

Länge 287 m, Weite 100 m, Höhe 62 m.

Gründjetobel Viadukt bei Langwies, 1901-1903

Der Gründjetobel Viadukt ist der kleinere Bruder des Langwieser Viadukts.

Länge 145 m, Weite 85 m, Höhe 50 m.

II. Brücken der Matterhorn-Gotthardbahn

Die Bahngesellschaft ist ein Zusammenschluss der ehemaligen Brig-Visp-Zermatt-Bahn und der Furka-Oberalpbahn

Richlerenviadukt bei Hospental

Der eingleisige Viadukt hat über die Furkareuss einen 21 m weiten Hauptbogen mit jeweils drei Sparbögen in den Zwickeln. Über dem linken Hang hat er einen Bogen und über dem rechten Hang drei Bogen von je 8 m Weite.

Länge 70 m, Weiten 8 - 21 - 3 x 8 m, Höhe 15 m.

Brüggwaldbodenviadukt bei Andermatt

Im oberen Bereich der Schöllenenschlucht bei den Teufelsbrücken benötigt die Zweiglinie Andermatt-Göschenen einen kleinen Hangviadukt mit fünf Bogen.

Reussbrücke in der Schöllenenschlucht

Im unteren Teil der Schöllenenschlucht quert die Bahn die Reuss mit einem großen Bogen und - hier nicht sichtbaren- mit einem kleinen den Bogen den Wanderweg.

III. Centovalli-Bahn

Isornobrücke Intragna, 1915-1917

Die Brücke der Centovalli-Bahn hat wie die kürzere Ruinaccibrücke in Camedo einen dreigelenkigen Fachwerkbogen.

Länge 128 m, Weite 86,5 m, Höhe 82 m.

Ruinacciviadukt bei Camedo, 1915-1917

Die Brücke führt über einen Seitenbach am Palangnedrasee.

Das Bild von Jörg Habenberger zeigt das Bauwerk von unten.
Gut zu sehen sind die unterschiedlichen Konstruktionen über die Randfelder.

Länge 125 m, Weite 65,5 m, Höhe 63 m.