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Brücken in Berlin

Bilder von Erich Hermes, Deutsch Evern


Brücken über die Spree



Siemenssteg, 1899-1900

Der Steg hat einen Fachwerkbogen mit Zugband.

Er ist von vier kleinen gemauerten Pylonen eingerahmt, zwischen denen Treppen zur Brücke hochführen.

Länge 77 m, Weite 60 m, Höhe 5,1 m, Breite 3,5 m

Gotzkowskybrücke, 1910-1911

Die nach dem Pozellanfabrikanten Johann Ernst Gotzkowsky benannte Brücke hat einen flachen Zweigelenkbogen aus 13 genieteten Eisenrippen zwischen Widerlagern aus Muschelkalkstein.

Länge 60 m, Weite 56 m, Höhe 4,5 m, Breite 23,4 m

Hansabrücke, 1953

Die im Krieg zerstörte Brücke wurde 1953 neu erbaut.

Die Brückentafel ist über der Spree auf acht Bogenrippen aufgeständert. Über die Uferstraßen führen Balkenfelder.

Länge 97 m, Weite 27,2 m, Höhe 5,7 m, Breite 24 m

Lessingbrücke, 1980-1983

Der Neubau hat über der Spree einen Stabbogen aus Stahl zwischen zwei Betonbogen in ursprünglicher Form, die mit Sandstein verkleidet wurden. Diese tragen Stelen, die Bronzereliefs mit Szenen Lessingscher Dramen tragen.

Länge 94 m, Weite 52 m, Breite 27 m

Moabiter Brücke, 1893-1894

Sie hat wie die kurz zuvor erbaute Lutherbrücke drei flache Segmentbogen. Auf Grund der vier lebensgroßen Bärenskulpturen an den Brückenenden wird sie im Volksmund als Bärenbrücke bezeichnet.

Länge 58 m, Weiten 17,1 - 17,9 - 17,1 m, Höhe 4,7 m, Breite 19,8 m

Gerickesteg, 1914

Der Steg hat hat beidseitig Treppenaufgänge. Sein Tragwerk besteht aus sichelförmigen stählernen Zweigelenkbögen mit strebenlosem Pfostenfachwerk.

Sonderseite der Brücke

Weite 52 m, Höhe 4 m, Breite 5 m

Lutherbrücke, 1891-1892

Die schräg über die Spree führende Brücke hat drei flache Segmentbogen. Der im Krieg zerstörte Südbogen wurde durch Stahlbeton mit Klinker- und Sandsteinverkleidunge ersetzt.

An den Brückenenden stehen Obelisken, auf den Pfeilervorbauten schöne Kandelaber.

Länge 60 m, Weiten 16,3 - 17,0 - 16,3 m, Höhe 4,8 m, Breite 25,9 m

Moltke-Brücke, 1888-1891

Die sandsteinverkleidete Brücke ist eine der prächtigsten Brücken Berlins.

Sie hat drei Korbbogen über der Spree und jeweils einen Segmentbogen über die Uferwege.

Sonderseite der Brücke

Länge 92 m, Weiten 16,5 - 3 x 17,2 - 16,5 m, Höhe 5,1 m, Breite 26,7 m

Gustav-Heinemann-Brücke, 2005

Der Fußgängersteg führt am neuen Hauptbahnhof über die Spree.

Er hat 2,25 m hohe Vierendeelträger im Achsabstand von 4,7 m über drei verschieden weite Felder.

Länge 88 m, Weiten 12,8 - 65,9 - 9,0 m, Höhe 4,5 m, Breite 5 m

Kronprinzenbrücke, 1992-1994

Die Brücke ersetzte die 1879 erstellte dreibogige Brücke, die im Krieg schwer beschädigt wurde, mit Errichtung der Mauer 1961 ihre Funktion verlor und 1972 abgerissen wurde.

Der von Santiago Calatrava entworfene Neubau hat eine orthotrope Fahrbahntafel über drei Felder mit zwei schräg stehenden, gevouteten Trägern. Ober- und Untergurte der Träger bestehen aus Stahlrohren.

Die Ansicht der Brücke wird durch die Schiffsleitwerke beeinträchtigt.

Länge 76 m, Weiten 15,6 - 44,0 - 15,6 m, Höhe 4,5 m, Breite 23,4 m

Kanzleramtssteg, 2000

Der nicht öffentliche Verbindungssteg vom Bundeskanzleramt zum Kanzlerpark quert die Spree im schiefen Winkel. Er hat zwei Ebenen, die im Hauptfeld einen Z-förmigen Querschnitt haben.

Die Konstruktion ist eine Mischung aus einem Vierendeelträger und einem Stabbogen.

Auf dem oberen Deck befindet sich eine 3,8 m breite Fahrbahn, auf dem unteren Deck ein 2,9 m breiter Gehweg.

Länge 116 m, Weite 80 m, Höhe 4,5 m, Breite 6,7 m

Marie-Elisabeth-Lüders-Steg, 1996

Der Doppelsteg verbindet den Alsenblock mit dem Luisenblock über die Spree hinweg.

Der nur für Abgeordnete zugängliche obere Steg ist eine Gebäudebrücke, die sich auf den unteren Steg abstützt.

Der untere Steg dient dem öffentlichen Verkehr. Er hat einen eingespannten Spannbetonbogen mit einem asymmetrischen Kastenquerschnitt.

Länge 85 m, Weite 61,7 m

Marschallbrücke, 1997-1998

Der Neubau ersetzte eine 1862 erbaute dreifeldrige Eisenbogenbrücke mit zwei massiven Pfeilern. 1945 wurde der südliche Bogen gesprengt und mit einem Dauerbehelf aus Stahl überbrückt.

Die Anforderungen der Schifffahrt erzwangen einen Neubau der in einer Kurve liegenden Brücke mit Wegfall eines Pfeilers. Der neue zweifeldrige Überbau für die Straße besteht aus einer Schar von Stahlverbundträgern. Sie werden auf beiden Seiten von den getrennten Fußgängerbrücken verdeckt. Für das Nordfeld wurden hierfür die besten erhaltenen Bogen der alten Brücke verwendet, über das Hauptfeld führen Stahlträger, an denen eine farblich abgesetzte parabelförmige Unterspannung angeschweißt wurde.

Länge 56 m, Weite 39 m, Höhe 5,1 m, Breite 19,8 m

S-Bahnbrücke Friedrichsstraße, 1881

Die Eisenbahnbrücke hat über der Spree teils Fachwerkbogenrippen, teils Vollwandbogenrippen. Die getrennten Überbauten sind in unterschiedlichen Abständen über den Bogenrippen aufgeständert.

Über die beidseitigen Uferstraßen führen Balkenfelder.

Länge 105 m, Weite 24,2 m, Breite 33 m bis 52 m

Weidendammer Brücke, 1895-1897

Die Brücke ersetzte eine gusseiserne Konstruktion aus dem Jahr 1826.

Die Dreifeldbrücke wurde wegen des U-Bahn-Baus 1912-1914 vollständig demontiert und mit zusätzlichen Widerlagern und eingebauten Abfangträgern über dem U-Bahn-Tunnel wieder aufgebaut 1921/23 wurden weitere Durchlaufträger eingebaut, um eine statische Trennung der Gehwege zu erhalten.

Die Brücke hat ein üppiges schmiedeeisernes Ziergitter mit dem bekrönten Reichsadler in der Brückenmitte. Über den Pfeilern stehen hohe Kandelaber.

Länge 73 m, Weiten 16,1 - 38,5 - 14,8 m, Höhe 4,6 m, Breite 22,4 m

Nördliche Monbijoubrücke, 2004-2006

Nach der Sprengung der zweibogigen Steinbrücke am Bodemuseum wurde 1950 eine Behelfsbrücke mit zwei Feldern erstellt.

Der Neubau überspannt die Spree mit einem einzelnen Feld. Er hat einen frei gespannten Stahlträger in Bogenform, der mit Naturstein verkleidet wurde und so optisch wieder eine Einheit mit der Monbijoubrücke über den Kupfergraben bildet.

Länge 50 m, Weite 41,5 m, Höhe 4,5 m, Breite 15,6 m

S-Bahnbrücke am Bodemuseum

Die Eisenbahn quert die Spree am Bodemuseum im schiefen Winkel auf einer zweibogigen Brücke.

Länge 80 m, Weite 28 m, Breite 19 m

Friedrichsbrücke, 1981-1982

Die 1893 erstellte dreibogige Friedrichsbrücke wurde im Krieg gesprengt. Die stählerne Behelfsbrücke wurde durch eine Fußgängerbrücke mit einem Spannbetonrahmen über die gesamte Flussbreite ersetzt.

2013/2014 wurde die Brücke auf ihre ursprüngliche Breite verbreitert. Die hierzu eingefügten Stahlträger wurden mit einem steinernen Korbbogen kaschiert, so dass sich mit der Balustradenbrüstung und den vier von der alten Brücke übernommenen Obelisken das Erscheinungsbild einer alten Brücke ergibt.

Länge 70 m, Weite 56,5 m, Höhe 4,5 m, Breite 12,5 m

Liebknechtbrücke, 1949-1950

Die Brücke am Berliner Dom ersetzte die im Krieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Zwischen zwei gemauerten Randgewölbe wurde anstatt eines Mittelbogens ein Stahlrahmen eingesetzt. 1975 wurde im östlichen Gewölbe eine Stahlbetonplatte eingefügt und mit Treppen zur Straße hoch verbunden, um Fußgängern eine Unterquerung der Straße zu ermöglichen.

Länge 40 m, Weite 21,7 m, Höhe 4,3 m, Breite 22,2 m

Rathausbrücke, 2012

Die Rathausbrücke hat zwei kurze Seitenfelder, die durch vier Stelen mit Lichtaufsätzen vom Hauptfeld abgegrenzt werden.

Länge 45 m, Weite 26,5 m, Breite 18,6 m

Jannowitzbrücke, 1952-1954

Die Brücke ersetzte die im Krieg zerstörte Brücke aus dem Jahr 1928.

Sie hat einen über zwei Felder durchlaufenden Stahlbalken.

Länge 80 m, Weiten 2 x 36 m, Höhe 4,2 m, Breite 35,1 m

Michaelbrücke, 1993-1995

Die Brücke ersetzte eine eiserne dreibogige Brücke auf massiven Pfeilern aus dem Jahr 1879.

Die neue Brücke hat eine nur 1,1 m hohe orthotrope Stahlplatte über drei Felder.

Länge 75 m, Weiten 19,5 - 31,0 - 19,5 m, Höhe 4,5 m, Breite 20,6 m

Oberbaumbrücke, 1894-1896

Die markante Brücke ist eine siebenbogige Straßenbrücke, die bis 1906 auf der Oberstromseite mit einem neugotischen Hochbahnviadukt ergänzt wurde.

Nach dem Mauerbau diente die Brücke ab 1972 als Grenzübergangsstelle.

Sonderseite der Brücke

Nach der Wende erfolgte 1992-1995 eine Generalsanierung, wobei das von Türmen flankierte Mittelfeld mit einer modernen Konstruktion des Architekten Calatrava geschlossen wurde.

Länge 150 m, Weiten 7,5 - 16 - 19 - 22 - 19 - 16 - 7,5 m
Höhe 4,5 m, Breite 27,9 m

Elsenbrücke, 1964-1968

Die sechsspurige Elsenbrücke war die erste Spannbetonbrücke in Berlin-Ost.

Sie hat einen über drei Felder durchlaufenden vierstegigen, gevouteten Plattenbalken.

Länge 186 m, Weiten 45 - 65 - 45 m, Höhe 4,2 m, Breite 34,6 m

Ringbahnbrücke Oberspree, 1868-1870

Die Elsenbrücken der Eisenbahn bestehen aus einer zweigleisigen Fernbahnbrücke mit Gehwegen und der viergleisigen Ringbahnbrücke Oberspree für die S-Bahn.

Die S-Bahnbrücke hat zwei Halbparabelträger, die auf Unterstrom durch einen Pylon und auf Oberstrom durch ein Stellwerk eingerahmt sind.

Länge 93 m, Weite 69 m, Breite 18 m

Stubenrauchbrücke, 1907-1908

Die Brücke ersetzte eine hölzerne Jochbrücke aus dem Jahr 1891.

Die im Krieg beschädigte Brücke wurde 1956 endgültig in alter Form wieder hergestellt.

Sie hat über der Mittelöffnung einen Fachwerkbogen mit Zugband und seitliche Stahlbetonbogen mit aufgeständerter Fahrbahntafel.

Länge 123 m, Weiten 21,5 - 60,0 - 21,5 m, Breite 15,3 m

Treskowbrücke, 1934-1935

Die im Krieg gesprengte Brücke wurde 1951-1955 wieder aufgebaut.

Sie hat über drei Felder durchlaufende doppelwandige Stahlträger mit dazwischen liegender Fahrbahn. Die Gehbahnen sind seitlich angehängt.

Länge 163 m, Weiten 37,5 - 78,0 - 44,6 m, Höhe 4,8 m, Breite 22,6 m

Wilhelm-Spindler-Brücke, 2000-2002

Die Brücke hat zwei über drei Felder durchlaufende Hohlkästen aus Spannbeton.

Länge 154 m, Weite 58,9 m, Breite 25 m

Dammbrücke, 1984-1985

Die heutige Brücke ersetzte die dreibogige Brücke aus dem Jahr 1890, die im Krieg schwer beschädigt wurde.

Die Brücke hat einen einfeldrigen Spannbetonrahmen mit veränderlicher Bauhöhe. Die Widerlagerflächen wurden mit Betonwerkstein verkleidet.

Länge 72 m, Weite 46,7 m, Höhe 4,5 m, Breite 18,8 m

Katzengrabensteg, 2001

Die Schrägseilbrücke hat eine Brückentafel aus Spannbeton und einen A-förmigen Pylon aus Stahl

Der Pylon steht auf der Spitze der Baumgarteninsel.

Länge 109 m, Weiten 58,5 - 50,7 m, Breite 3,6 m

Kaisersteg, 2007

Die Schrägseilbrücke steht an der Stelle des 1898 erstellten Kaiserstegs, der 1945 gesprengt wurde. Die Verbindung blieb 60 Jahre unterbrochen.

Brückentafel und der A-förmige Pylon sind aus Stahl.

Länge 141 m, Weiten 48,3 - 92,0 m, Breite 5,4 m

Brücken über den Spreekanal



Monbijoubrücke, 1902-1904

Die Brücke an der Spitze der Museumsinsel führt mit einem Steinbogen über den Spreekanal.

Länge 20 m, Weite 18 m, Höhe 4,5 m, Breite 15 m

Schlossbrücke, 1821-1824

Statt des mittleren Bogens mußte Schinkel für die Schiffsdurchfahrt Klappen anordnen, die 1912 durch ein sandsteinverkleidetes Betongewölbe ersetzt wurden.

Die acht Figurengruppen wurden erst 1853-1857 aufgestellt.

1927 und 1938 wurde jeweils ein Endfeld durch ein Stahlbetongewölbe ersetzt.

Länge 56 m, Weiten 11,6 - 11,7 - 11,9 m, Höhe 3,8 m, Breite 32,6 m

Eiserne Brücke, 1914-1916

An diesem Platz wurde 1797 die erste Berliner Brücke aus Gußeisen erstellt. Wegen ihrer Sprödbruchanfälligkeit mußte sie bereits 1825 erneuert werden. Da auch diese Brücke den Verkehrsansprüchen nicht genügte, wurde sie durch die heutige Brücke ersetzt.

Sie hat wie ihre Vorgängerin stählerne Fachwerkbögen, die an den Sichtseiten mit Naturstein verblendet sind.

Länge 25 m, Weite 20 m, Breite 23,6 m

Jungfernbrücke, 1798

Die Jungfernbrücke ist die älteste Berliner Brücke in ihrer ursprünglichen Form. Sie war bis 1919 als Klappbrücke in Betrieb.

Mit der Vertiefung der Spreesohle beim Neubau der Mühlendammschleuse wurde das linke Gewölbe in Stahlbeton erneuert, die Schiffsklappen durch bohlenbelegte Stahlträger und die Auffahrtsrampen durch Stufen ersetzt.

1998/1998 wurde die Brücke umfassend saniert. Sie ruht auf zwei massiven Gewölben aus rotem Miltenberger Sandstein. Im Unterschied zur Erbauungszeit vor zweihundert Jahren bestehen die Pfeiler heute inwendig aus Stahlbeton.

Länge 20 m, Weiten 6,6 - 8,7 - 3,6 m, Breite 4,2 m

Gertraudenbrücke, 1894-1895

Die Brücke ersetzte eine Klappbrücke aus dem Jahr 1738

Sie hat ein Natursteingewölbe aus rheinischem Basalt mit einer Archivolte an der Bogenstirn. Auf einer Brüstungsseite steht in Brückenmitte eine 3 m hohe Bronzeplastik der heiligen Gertraude.

Länge 34 m, Weite 18 m, Breite 23 m

Rossstraßenbrücke, 1914

Die kurze Brücke hat einen einzelnen Bogen.

Länge 23 m, Breite 18,7 m

Inselbrücke, 1914

Nach der Zerstörung im Krieg wurde die Brücke erst 1958 wieder hergestellt. Sie hat 3 Korbbogen. Ihre Balustraden besteht aus insgesamt 336 Balustern.

Länge 50 m, Weiten 11 - 18 - 11 m, Höhe 3,5 m, Breite 20,7 m