Brücke des Monats

Mai 2026


 
 

Rheinbrücken Maxau

Karlsruhe - Wörth


 
 
 
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Zwischen dem baden-württembergischen Karlsruhe und dem rheinland-pfälzischen Wörth führen nebeneinander eine Eisenbahnbrücke und eine Straßenbrücke über den Rhein.

Im Bereich ihres Standorts beim Hofgut Maxau standen schon verschiedene Vorgängerbauten.

1840 wurde die erste Pontonbrücke für Fuhrwerke in Betrieb genommen. 1864 wurde eine stärkere Konstruktion errichtet, um auch die zwischenzeitlich etablierte Eisenbahn über den Rhein führen zu können. Diese kombinierte Eisenbahn- und Straßenschiffsbrücke war die erste Schiffsbrücke Europas mit Eisenbahnverkehr und hatte 73 Jahre lang Bestand.

 
   
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Ein Grund hierfür war, dass der Versailler Vertrag den Bau neuer Rheinbrücken untersagte. Die Beschwerden der französischen Rheinschifffahrt über die umständlichen und ungenügenden Brückenöffnungen bewogen die Rheinlandkommission, die beiden Schiffsbrücken in Maxau und Speyer durch feste Brücken ersetzen zu lassen. Ihr Baubeginn verzögerte sich dann auf Grund der damaligen Wirtschaftskrise.

Die erste feste Eisenbahn- und Straßenbrücke wurde daher erst 1938 fertiggestellt. Sie bestand aus zwei getrennten Überbauten in Form von Strebenfachwerkträgern auf gemeinsamen Widerlagern und einem gemeinsamen Strompfeiler. Um eine maximale Schifffahrtsbreite zu erhalten, wurde der Strompfeiler nicht mittig, sondern im Bereich der Buhnenenden gesetzt. Dadurch hatte die Brücke unterschiedliche Stützweiten von 175,2 und 116,8 m. Diese Brücke wurde zum Kriegsende zerstört.

1947 wurde eine Behelfsbrücke auf vier Strompfeilern errichtet, die bis 1966 als kombinierte Eisenbahn-und Straßenbrücke und danach als reine Eisenbahnbrücke bis 1991 genutzt wurde.

 
   
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Die 1991 erstellte Eisenbahnbrücke hatte einen einzelnen Überbau in Form eines 12 m hohen und 292 m langen geschweißten Fachwerkträgers mit pfostenlosem Strebenfachwerk. Alle Fachwerkstäbe sind als luftdichte Hohlkästen ausgebildet.

Vorausschauend wurden die beiden Widerlager und der Strompfeiler so ausgelegt, daß ein späterer zweigleisiger Ausbau ohne große Schwierigkeiten möglich wurde. Bereits 2000 wurde der zweigleisige Verkehr nach Errichtung eines gleichartigen Überbaus aufgenommen.

Die Feldweiten wurden der Straßenbrücke angepasst und betragen 175,2 - 116,8 m.

 
   
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Die 1966 fertiggestellte Straßenbrücke besteht aus einer Schrägseilbrücke über den Rhein und einer Balkenbrücke aus Spannbeton über das rheinland-pfälzische Vorland.

Die Schrägseilbrücke ist mit nur sechs Kabeln in der Mittelachse vom 48 m hohen Stahlpylon abgespannt ist. Die Brückentafel besteht aus einem 3 m hohen und 12 m breiten Stahlkasten mit einer auskragenden orthotropen Fahrbahnplatte.

 
   
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Die Probebelastung der Brücke erfolgte mit 20 Panzerwagen der französischen Armee von je 42 t Gewicht.

Bei ihrer Fertigstellung ging man von einer Belastung von 18.000 Fahrzeugen pro Tag aus. Die heutige Dauerzählstelle „Rheinbrücke Wörth“ misst degegen um die 80.000 Fahrzeuge täglich.


 
  Eisenbahnbrücke
Baujahr: 1989-1991/2000
Überbau-Länge: 292 m
Stützweiten: 175,2 - 116,8 m
Breite: 7,1 m
Höhe: 9 m

 
  Straßenbrücke
Baujahr: 1963-1966
Gesamtlänge: 488 m
Überbaulänge Strombrücke: 292 m
Überbaulänge Vorlandbrücke: 183 m
Stützweiten Strombrücke: 175,2 - 116,8 m
Breite: 35,3 m
Höhe: 9 m
Pylonhöhe: 48 m