Brücken über die Murg

Teil I - von Obertal bis Baiersbronn


Die Murg ist ein rechter Nebenfluss des Rheins. Sie entspringt mit zwei Quellflüssen im Nordschwarzwald in rd. 1000 m Höhe. Nach dem Zusammenfluss von Rotmurg und Rechtmurg in Obertal fliesst sie südöstlich bis Baiersbronn und wendet sich ab Klosterreichenbach nach Norden. Nach Gernsbach schlägt sie bis zu ihrer Mündung unterhalb von Steinmauern eine nordwestliche Richtung ein.

Trotz ihrer Länge von 96 km berührt sie lediglich die Landkreise Freudenstadt und Rastatt.

Brücke im Rotmurgtal

Die schöne gedeckte Brücke wurde 2002 zusammen mit dem Geologischen Pfad, der von Obertal zum Ruhestein führt, durch die Interessengemeinschaft Obertal nach rund 600 Arbeitsstunden erstellt.

Die Kosten für die beiden Eisenträger, den Beton für die Fundamente und die Dachziegel übernahm das Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung Freudenstadt. Das Holz, samt Sägerlohn, spendierte der Forst. Die Sandsteine kommen von ehemaligen, mittlerweile zerfallenen Bachverbauungen in der Rotmurg, mußten allerdings vor dem Verbau noch paßgerecht zugehauen werden.

Foto von Karl Gaiser, Interessengemeinschaft Obertal

Brücken zwischen Obertal und Baiersbronn

Im Kurpark von Obertal steht die erste Brücke nach dem Zusammenfluss der Quellflüsse.

Das Tragwerk besteht aus zwei Stahlträgern, die auf zwei Pfeilern aufliegen. Auf den Stahlträgern liegen Betonplatten auf.

Der Sonnensteg wird nur vom Eigentümer einer Wiese als Wirtschaftsbrücke genutzt. Der einfeldrige Steg hat Stahlträger mit einer Holzauflage.

Länge 15,7 m, Breite 3,5 m.

Die Brücke zum Vesperplatz eines Handwerksbetriebs zählt zu den seltenen Exemplaren der beweglichen Brücken!

Die Schloßbrücke ist die erste Straßenbrücke über die Murg. Sie wurde unterhalb einer aufgegebenen Furt errichtet.

Ihre zwei Flusspfeiler verjüngen sich nach unten.

Länge 33 m, Breite 5 m.

Der Schloßsteg hat eine Holzauflage auf einem Stahlträger.
Die Widerlager sind aus Sandstein.

Länge 16,1 m, Breite 2 m.

Die Ilgenbachbrücke führt die Straße in das Ilgenbachtal mit einem flach gespannten Bogen über die Murg.

Die aus Buntsandstein gemauerte Brücke wurde 1898 errichtet.

Länge 26,2 m, Breite 5,6 m.

Die Brücke zum Sportplatz hat einen Plattenbalken aus Beton, der auf einem Mittelpfeiler aufliegt.

Länge 15,7 m, Breite 3,5 m.

Der Bruderhofsteg hat einen Betonbalken über zwei Felder.

Länge 20,7 m, Breite 1,7 m.

Die 1995 erbaute "Sieh-Dich-für"-Brücke ist eine dreifeldrige Schwerlastbrücke aus Holz mit 30 Tonnen Tragkraft.

Die Unteransicht zeigt zwei blockverleimte Holzträger mit dazwischemliegenden Gitterrosten.

Die Träger liegen auf Pfeilern aus Bundsandstein mit Hammerköpfen.

Länge 26,8 m, Weiten 7,0 - 14,4 - 6,2 m, Breite 4,7 m.

Oberhalb der Furt steht ein Steg mit Stahlträgern, die von einem gemauerten Mittelpfeiler gestützt werden.

Länge 30,6 m, Breite 1,6 m.

Dem öffentlichen Verkehr dient heute noch eine Furt in Mitteltal.

Die Ortsbrücke in Mitteltal erhielt bei ihrer Erneuerung einen breiten Überbau.

Ihr Mittelpfeiler erhielt hierzu einen auskragenden Pfeilerkopf aus Stahlbeton.

Länge 23 m, Breite 11,6 m.

Zum Fahrzeugwerk führen recht unterschiedliche Brücken:

Die obere Brücke hat einen Betonbalken, der auf Oberstrom durch eine rustikale Stahlkonstruktion ergänzt wurde. Der Pfeiler ist mit Stahl verkleidet.

Die untere Brücke aus dem Jahr 1993/1994 ist eine solide neue Betonbrücke.

Am Ortsausgang von Mitteltal wurde die Karl-Müller-Brücke errichtet.

Die Brückentafel weitet sich zu beiden Enden trompetenförmig auf. Die beiden Stege des Plattenbalkens sind entsprechend gekrümmt.

Länge 24,4 m, Breite 11,7 m.

200 m weiter folgt der Härlessteg mit einem Stahlbalken, der auf einem klobigen Pfeilerkopf aufliegt.

Länge 24,3 m, Breite 1,9 m.

Die dreifeldrige Brücke des Sägewerks stammt aus dem Jahr 1965.

Zum Steinbruch führt seit 1994 eine einspurige Betonbalkenbrücke über drei Felder.

Länge 35,3 m, Breite 5,2 m.

Der zierliche Metallsteg am Rechen führt zum Angelteich.

Eine Urbrücke aus Bäumen leitete für einige Zeit Wasser zum Naßlagerplatz auf der anderen Bachseite.

Die Aue wird mit einem schlankem Betonsteg mit Baiersbronn verbunden.

Länge 30,5 m, Breite 2,4 m.