Brücken in Luxemburg


Alzettesteg

Zu den Äckern und Gärten im Pulvermühle-Talgrund führt ein Eisensteg mit einer Unterspannung.

Pulvermühleviadukt, 1858-1863

Die vom Hauptbahnhof nach Norden abgehenden Strecken müssen die gewundene Alzette gleich drei Mal auf großen Steinviadukten queren.

Der Pulvermühleviadukt hat 13 Bögen. 2010 wurde mit dem Bau eines zweiten Viadukts zur Verdoppelung der Gleise begonnen.

Länge 290 m, Weite 19 m, Höhe 34 m

Ulrichsbrücke

Die Brücke im Stadtteil Grund führt mit drei Segmentbögen über die Alzette. Die Brüstung ist gestaffelt.

Stierchenbrücke

Die an einen Wehrturm anschließende Brücke hat zwei Bögen.

Ihr Zweck war nicht der einer Flussquerung, sondern den Talgrund für Verteidigungszwecke zu fluten. Hierzu hatte sie Wehrhölzer, die zwischen den Bogenscheiben herabgelassen werden konnten.

Clausenviadukt, 1858-1859

Der mittlere Eisenbahnviadukt hat 9 Bögen.

Länge 308 m, Weite 15 m, Höhe 44 m, Breite 15 m

Obere Brücke von Clausen

Die von der Stadt über die Kasematten herabführende Straße teilt sich vor der Flussschlinge auf und quert den Fluss auf zwei Brücken.

Die obere Brücke hat einen großen Korbbogen und zwei kleine Segmentbögen.

Untere Brücke von Clausen

Die untere Brücke hat einen einzelnen großen Korbbogen mit einer Balustradenbrüstung.

Pfaffenthalviadukt, 1858-1859

Der untere Eisenbahnviadukt hat 13 Bögen.

Hondhausbrücke

Unterhalb des Viadukts führt die Hondhausbrücke mit drei Bögen über die Alzette.

Der Unterbau der Brücke wurde beim Bau des Viadukts 1859 restauriert und gegen 1930 erweitert.

Wehrbrücke Bon Malades

Wie bei der Stierchenbrücke war der eigentliche Zweck des Bauwerks eine Flutung des Talgrundes durch eine Stauung des Flusses.

Pont Grande-Duchesse Charlotte, 1962-1965

Die Rahmenbrücke aus Stahl verbindet die Stadt mit dem Europa-Viertel auf dem Kirchberg-Plateau.

Länge 355 m, Weite 234 m, Höhe 74 m, Breite 25 m.

Brücken über die Petrusse

Passerelle oder Viaduc, 1859-1861

Die Passerelle und die Adolphbrücke verbinden das alte Stadtzentrum mit der südlich gelegenen Neustadt über das tief eingeschnittene Tal der Petrusse.

Der Viadukt hat 25 Bögen, er wurde 1959-60 von 7,5 m auf 15 m verbreitert. Die leicht geknickte Brückenachse sollte im Belagerungsfall einen besseren Artilleriebeschuss ermöglichen.

Länge 309 m, Weite 15 m, Höhe 44 m, Breite 15 m.

Adolphbrücke

Die nach Großherzog Adolph benannte Brücke wurde als kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke errichtet. 1961/62 wurde sie überholt und verbreitert.

Mit 84,5 m Spannweite ist die Brücke noch heute eine der weitest gespannten Steinbrücken Europas.

Länge 153 m, Weite 84,5 m, Höhe 46 m, Breite 16 m.

weitere Brücken in Stadt und Land

Pont Victor Bodson, Hesperange, 1993

Südlich von Luxemburg quert die Autobahn A1 das Tal der Alzette auf einer Schrägseilbrücke mit einem einzelnen Mastpylon aus Stahlbeton.

Die Brückentafel besteht aus zwei Hohlkästen aus Stahl und einer auskragenden Spannbetonplatte. Die 3 m hohen Hohlkästen haben senkrechte innere Stege und äußere geneigte Stege. Die inneren Stege sind im Abstand von 4,5 m mit Querstreben verbunden.

Länge 260 m, Breite 26 m, Höhe 40 m

Moselbrücke Schengen, 1959

Die Brücke hat einen gevouteten Hohlkasten aus Spannbeton über drei Felder und einen kleinen Bogendurchlass.

Länge 184 m, Weiten 38,8 - 68,7 - 36,6 m

Mosel-Autobahnbrücke Schengen, 1998-2002

Die Zwillingsbrücken sind 607 und 597 m lang und 14,6 und 14,35 m breit. Sie haben gevoutete Hohlkästen aus Stahl über jeweils 8 Felder. Der Kurvenradius beträgt 1100 m.

Nordbrücke: Lange 597 m, Weiten 49,0 - 2 x 72,5 - 87,5 - 130,0 - 87,5 - 60,0 - 48,0 m
Südbrücke: Länge 607 m, Weiten 55,5 - 2 x 72,5 - 85,0 - 130,0 - 79,5 - 56,0 - 48,0 m