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Brücken in Ungarn



Donaubrücken

Eisenbahnbrücke Komarom - Komarno, 1892

Die eingleisige Donaubrücke zwischen dem slowakischen Komarno und dem ungarischen Komarom hat ein Strebenfachwerk mit Pfosten mit untenliegenden Gleisen.

Länge 510 m, Weiten 5 x 102 m

Elisabethbrücke Komarom - Komarno, 1891-1892

Die im Krieg gesprengte Brücke wurde 1946 wieder aufgebaut. Nach Sanierungsarbeiten in den Jahren 1962 und 1980 erfolgt 2004-2006 eine weitere umfassende Renovierung.

Die Brücke hat vier sichelförmige Fachwerkbogen.

Länge 415 m, Weiten 4 x 102 m, Breite 10,8 m

Maria-Valeria Brücke Esztergom - Sturovo, 1882/2001

Die Erzherzogin Maria-Valeria Brücke war bei ihrer Errichtung nach der Margitbrücke die zweitlängste Brücke Ungarns. Sie wurde 1945 gesprengt und erst 2000-2001 wiedererrichtet.

Die Grenzbrücke hat fünf sichelförmige Fachwerkbogen.

Länge 518 m, Weiten 16,2 (Vorland) - 81,5 - 102,0 - 119,0 - 102 - 81,5 m, Breite 12,3 m

Sonderseite der Brücke

Brücke über die Szentendre Donau, Tahi

Das rechte Donauufer ist mit der Szentendre-Insel durch die Brücke von Tahi verbunden.
Die Brücke hat einen Hohlkasten aus Stahl über drei Felder.

Neue Pester Eisenbahnbrücke, 1886/1955

Die nördliche Eisenbahnüberführung hat einen durchlaufenden Fachwerkbalken über 7 Felder. Die Gleise befinden sich auf Untergurthöhe.

Länge 675 m, Weiten 7 x 93 - 22,4 m, Breite 11,9 m

Hafenbrücke, 1955

Auf der linken Donauseite quert die Eisenbahn auch den Donauhafen. Der Fachwerkträger hat ein Strebenfachwerk mit Pfosten und untenliegender Fahrbahn.

Arpadbrücke, 1939-1950

Die Brücke führt über den südlichen Zipfel der Obudaiinsel mit dem Jachthafen und dem nördlichen Zipfel der Margaretheninsel.

Der erste Spatenstich erfolgte 1939. Wegen des Zweiten Weltkriegs kam der Bau 1943 zum Erliegen. Erst 1950 wurde die Brücke beendet.

Sie hat hat sie jeweils drei Öffnungen mit jeweils sechs gevouteten Vollwandträgern über die beiden Hauptarme der Donau.

Aus Geldmangel wurde die Brücke nicht in der geplanten Breite gebaut. 1981-1984 wurde sie modernisiert, wobei die Fahrbahn von 13 m auf 26 m verdoppelt wurde.

Länge 928 m, Weiten 103 m, Breite 26 m

Margarethenbrücke, 1872-1876

Die Brücke verläuft über die Südspitze der Margaretheninsel, von der aus die beiden Brückenteile mit jeweils drei Segmentbogen in einem Winkel von 150 Grad abgehen.
Der heute vorhandene Abzweig zur Margaretheninsel wurde 1900 angefügt. Eine Verbreiterung der Brücke wurde in den Jahren 1935-1939 vorgenommen.
Die zum Kriegsende gesprengte Brücke wurde 1946-1948 wiedererrichtet.

Länge 637 m, Weite 87,9, Breite 16 m

Sonderseite der Brücke

Kettenbrücke, 1839-1849

Die Kettenbrücke war die erste feste Donaubrücke in Ungarn.

Die beiden triumphbogenähnlichen Strompfeiler tragen schwere Eisenketten. Vier imposante Löwen aus Sandstein bewachen die beiden Auffahrten der Brücke, die nach ihrer Errichtung für 30 Jahre die längste Hängebrücke der Welt war.

Länge 375 m, Weiten 90,8 - 202,2 - 90,8 m, Breite 15,7 m

Elisabethbrücke, 1960-1964

Anstelle der im Januar 1945 zerstörten Kettenbrücke aus dem Jahr 1903 wurde an der schmalsten Stelle der Donau im Stadtgebiet eine moderne Kabelbrücke auf den alten Pfeilern errichtet. Die alten Brückenpfeiler wurden dabei wieder verwendet.

Länge 379 m, Weiten 44,3 - 290,0 - 44,3 m, Breite 27,5 m

Sonderseite der Brücke

Freiheitsbrücke, 1894-1896

Die Auslegerbrücke hieß ursprünglich Franz-Joseph-Brücke und der König von Ungarn schlug auch die letzte Niete ein.

Die zum Kriegsende zerstörte Brücke wurde 1946 als erste Brücke Budapests nach dem Krieg wiederhergestellt.

Länge 333 m, Weiten 78,1 - 175,0 - 78,1 m, Breite 20,1 m

Sonderseite der Brücke

Petöfi-Brücke, 1952

Die heutige Brücke ersetzte die im Krieg zerstörte Miklos-Horthy-Brücke aus dem Jahr 1937.

Sie hat vier 378 m lange durchlaufende, gevoutete Fachwerkträger über 3 Stromfelder sowie Vorbrücken über die Uferstraßen

Länge 514 m, Weiten der Strombrücke 112 - 154 - 112 m, Breite 25,6 m

Lagymanyosi Brücke, 1995

Die Brücke hat fünf 35 m hohe Mastpylone in der Brückenachse. An den Pylonspitzen sind zur Beleuchtung abstehende Lichtreflektoren angebracht.

Die Brückentafel ist aus Stahl und hat eine orthotrope Platte, die Pfeiler sind aus Stahlbeton.

Länge 494 m, Weiten 49,3 - 4 x 98,5 - 49,3 m, Breite 35 m

Összeköto Eisenbahnbrücke, 1910-1913

Die Brücke ersetzte die Südbahnbrücke aus dem Jahr 1877, welche die erste Eisenbahnverbindung über die Donau in Ungarn darstellte.

Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde sie 1948 zunächst eingleisig und 1953 wieder zweigleisig in Betrieb genommen. Die Untergurte der durchlaufenden Fachwerkträger sind eckig gevoutet.

Länge 494 m, Weiten 49,26 - 4 x 98,52 - 49,26 m, Breite 7,5 m

Autobahnbrücke Budapest-Haros

Die südlich von Budapest stehende Autobahnbrücke über die Donau hat einen Hohlkasten aus Stahl mit auskragender Fahrbahntafel über mehrere Felder. Sie hat auch Fuß- und Radwege.

Autobahnbrücke über die Rackeve-Donau

Die Autobahnbrückeüber den kleineren Donauarm zwei gevoutete Hohlkästen aus Spannbeton. Die westliche Vorbrücke hat mehrere Plattenbalkenfelder.

Beszedes Jozsef Brücke, Dunaföldvar, 1948-1951

Die Brücke wurde als kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke erstellt. Nach der Einstellung des Eisenbahnverkehrs wurde sie 2000-2001 erneuert, wobei als Fahrbahntafel eine orthotrope Platte eingesetzt und auf einer Seite eine auskragende Fußgängerbahn angebracht wurde.

Länge 512 m, Weiten 109,4 - 136,8 - 136,8 - 109,4 m, Breite 13,4 m

Sonderseite der Brücke

Szent Laslo Brücke, östlich Szekszard, 2003

Die Brücke führt neben der hier nur zweispurigen Autobahn auch einen Fuß- und Radweg über die Donau.

Der Träger besteht aus einem durchlaufenden Hohlkasten aus Stahl mit auskragender Fahrbahntafel.

Länge 917 m, Weiten der Stromöffnungen 80 - 3 x 120 - 80 m, Breite 14 m

Sonderseite der Brücke

Türr-Istvan-Brücke, Baja, 1950/1999

Die letzte ungarische Donaubrücke ist eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke.

1946-1950 wurde die Brücke mit einem über 4 Felder durchlaufenden Fachwerkträger errichtet. In den 80er Jahren wurde der Straßenverkehr auf beidseitige Konsolen ausgelagert. Busse und Lastwagen mußten sich die Spur nach wie vor mit der Eisenbahn teilen. 1999 wurden die Konsolen verstärkt und übernehmen seither auch den Schwerlastverkehr.

Länge 582 m, Weiten 103 - 103,5 - 103,5 - 103 - 52 - 52,3 - 52 m, Breite 19,5 m



Brücken über die Theiss

Eisenbahnbrücke Tiszafüred, 1891

Über die Hauptöffnungen der eingleisigen Brücke führen drei Trapezträger. Im Westen schließt sich ein Deckbalken an.

Länge 270 m, Weite 70 m

Straßenbrücke Tiszafüred, 1947

Die Brücke hat einen Trapezträger, der über drei Felder durchläuft.

Länge 270 m, Weite 70 m

Theissbrücke Szolnok, 1960-1962

Die Brücke hat gevoutete Vollwandträger über drei Felder.

Länge 189 m, Weiten 54,9 - 79,4 - 54,9 m, Breite 14,1 m

Theissbrücke Kisköre, 1958

Die kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke hat lange Vorlandbrücken und drei Halbparabelträger über dem Fluss.

Länge 544 m, Weiten der Fachwerkträger 46,8 - 66,0 - 46,8 m, Breite 5 m

Belvarosibrücke Szeged, 1947-1948

Die Belvarosi Brücke ersetzte eine von der Firma Eiffel erbaute Bogenbrücke mit obenliegender Fahrbahn aus dem Jahr 1883.

Sie hat über dem Fluss einen Stabbogen. Auf der Ostseite schließen sich gevoutete Vollwandträger über 3 Felder an. Auf der Nordseite folgt ein Gewölbe über die Uferstraße und eine Vorbrücke mit Betonbalken.

Länge 492 m, Weite 147 m

Bertalanbrücke Szeged, 1983

Die 372 m lange Strombrücke hat zwei gevoutete Vollwandträger über 4 Felder. Die Fahrbahntafel besteht aus einer orthotropen Platte.

Die 236 m und 152 m langen Vorlandbrücken haben Plattenbalken über 9 und 6 Öffnungen.

Länge 759 m, Weiten der Strombrücke 52,0 - 97,5 - 144,0 - 78,5 m, Breite 18,4 m